Brüsseler Metro-Attentäter war Khalid El Bakraoui

Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui. Er ist der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw in Brüssel.

Brüsseler Metro-Attentäter war Khalid El Bakraoui
Laurent Dubrule Brüsseler Metro-Attentäter war Khalid El Bakraoui

Der Staatsanwalt erläuterte, Ermittler hätten einen Computer mit dem Testament von Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden. In Schaerbeek hatte es am Dienstagabend Razzien nach den Anschlägen gegeben.

In Schaerbeek haben die Ermittler auch eine Art Bombenfabrik gefunden. Van Leeuw sagte, es seien unter anderem 15 Kilogramm hochexplosives Azetonperoxid (TATP), ein Koffer mit Nägeln und Schrauben, sowie weiteres Material für den Bombenbau sichergestellt worden.

Auf die Spur nach Schaerbeek führte die Ermittler einem Medienbericht zufolge ein Taxifahrer. Der Mann habe dort drei Männer von einer Wohnung abgeholt und zum Flughafen gefahren, berichtete der Sender VRT. Dabei sei ihm aufgefallen, dass die Fahrgäste sich nicht mit dem Gepäck helfen lassen wollten.

Einen weiteren Tatverdächtigen soll die Polizei bereits festgenommen haben, berichten Medien.

Bei der Terrorserie sind nach bisherigen Erkenntnissen 31 Menschen ums Lebens gekommen und 270 verletzt worden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen. Das Auswärtige Amt schließt nicht aus, dass Bundesbürger getötet wurden.

Aus Sorge vor weiteren Anschlägen gilt in Belgien weiterhin die höchste Terror-Warnstufe. Die Terrormiliz IS hatte sich am Dienstag zu den Anschlägen bekannt.

Im ganzen Land gilt noch bis Karfreitag eine dreitägige Staatstrauer. Aus Solidarität waren schon am Dienstagabend die Wahrzeichen vieler anderer Metropolen die Wahrzeichen in den Nationalfarben Belgiens angeleuchtet worden. Dazu gehörten auch das Brandenburger Tor in Berlin und der Eiffelturm in Paris.

In ganz Europa herrscht seit den Anschlägen Terrorangst. Vielerorts wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die US-Regierung warnte ihre Bürger angesichts der jüngsten Anschläge vor Gefahren bei Reisen nach Europa. Mögliche Ziele von Attentätern seien etwa Touristenattraktionen oder Sportveranstaltungen.