Brustschwimmer Koch gewinnt Silber über 200 Meter

Brustschwimmer Marco Koch hat bei der Kurzbahn-WM in Doha die Silbermedaille gewonnen. Der Europameister musste sich in 2:01,91 Minuten nur dem ungarischen Olympiasieger Daniel Gyurta geschlagen geben. Weltmeister Gyurta siegte in 2:01,49 Minuten.

Bronze ging an den Russen Kirill Prigoda. Kochs Silber war die erste Medaille eines deutschen Brustschwimmers bei einer Kurzbahn-WM seit dem Sieg von Mark Warnecke im Jahr 2000. In Doha war es nach Bronze für Franziska Hentke das zweite Edelmetall für das deutsche Team.

«Ich habe versucht, bei 100 Meter anzugreifen, die dritten 50 Meter waren dann auch gut. Die Zeit ist okay, so richtig schnell ist es aber noch nicht», sagte der für den DSW Darmstadt startende Schwimmer. «Ich hätte gedacht, dass man schneller schwimmen muss, um zu gewinnen. Ich habe einfach noch nicht so den Wumms. Nach der WM habe ich erst einmal eine Leisten-OP, dann geht"s ins neue Jahr und da dann zu Beginn des Jahres ins Trainingslager nach Teneriffa.» In Doha fühlte Koch noch die Nachwirkungen eines Höhentrainingslagers, kämpfte sich aber eindrucksvoll zu seiner nächsten Topplatzierung.

Dänemarks Schwimmerinnen haben für den achten Weltrekord gesorgt. Mit der Lagen-Staffel über 4 x 50 Meter schlug das Quartett nach 1:44,04 Minuten an. Die bisherige Bestmarke auf der noch jungen Strecke von 1:45,92 hielt Dänemark seit einem Jahr. Auch die USA und Frankreich blieben auf den Plätzen zwei und drei unter der alten Marke. Eine deutsche Staffel war nicht am Start.

Die Ungarin Katinka Hosszu ist ihren dritten Weltrekord geschwommen. Die Gesamtweltcupsiegerin holte sich den WM-Titel über 100 Meter Lagen in 56,70 Sekunden. Auch die 100 und 200 Meter Rücken hatte die Ungarin in Weltrekordzeit gewonnen. Hosszu blieb auf der Lagenstrecke 0,16 Sekunden unter ihrer eigenen bisherigen Bestmarke.

Der Franzose Florent Manaudou hat einen über fünf Jahre alten Weltrekord verbessert. Der Olympiasieger schlug über 50 Meter Freistil nach 20,26 Sekunden an. Die bisherige Bestmarke hatte der Südafrikaner Roland Schoeman im August 2009 in der Zeit der Hightech-Anzüge mit 20,30 Sekunden aufgestellt. Es ist der insgesamt elfte Weltrekord der Titelkämpfe in Doha.