Hockey-Herren feiern Olympia-Quali mit den Fans

Kaum war die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 gesichert, ließen sich die deutschen Hockey-Herren von den argentinischen Hockeyfans feiern. Der Olympiasieger gab Autogramme und posierte lässig für Fotos.

«Das Publikum ist uns hier sehr wohl gesonnen. Ich glaube, die haben Bock auf ein Finale gegen uns», sagte Kapitän Moritz Fürste nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg in der Vorschlussrunde gegen den Erzrivalen Niederlande.

Durch die Endspielteilnahme beim World-League-Turnier in Buenos Aires hat sich der Goldmedaillen-Gewinner von London 2012 neben dem Ticket für Rio de Janeiro auch die Teilnahme am Endturnier der World League im November in Indien gesichert.

Bundestrainer Markus Weise war nach dem Zittersieg ebenfalls deutlich erleichtert. «Wir haben einen superglücklichen Sieg eingefahren, obwohl wir in zwei Vierteln ganz schön gewackelt haben», sagte der Coach. Der Olympia-Zweite hatte die Partie über weite Strecken kontrolliert und nach torloser erster Halbzeit durch Jeroen Hertzberger (44. Minute) den verdienten Führungstreffer erzielt.

Doch der Europameister schlug postwendend dank Florian Fuchs (45.) mit dem 1:1-Ausgleich zurück. «Wir können mit Rückständen sehr gut umgehen und das war spätestens das Signal, den Schalter umzulegen», meinte der Hamburger Torjäger. Den Siegtreffer markierte dann Oskar Deecke (52.) mit einem sehenswerten Schuss vom Kreisrand.

«Ich bin glücklich und echt froh, denn nun ist Olympia endgültig gesichert. Holland war sehr stark», sagte Fuchs und fügte mit Blick auf das Publikum hinzu: «Das ist eine super Kulisse, die sind alle hockeybegeistert.» Auch für das Finale am Sonntag (23.00 Uhr) gegen Gastgeber Argentinien war wieder ein mit 3000 Zuschauern ausverkauftes Stadion garantiert. «So habe ich mir das gewünscht. Jetzt müssen wir nur konstant über vier Viertel spielen», forderte der Bundestrainer. Schließlich hatte Deutschland das hitzige Gruppenduell mit 3:4 verloren.

Fürste sagte: «Wir dürfen die Bälle nicht in der Offensive verlieren und uns nicht verrückt machen lassen. Wenn wir das ganz entspannt angehen lassen, haben wir gute Chancen auf den Turniersieg.» Dieser wäre jedoch nur noch das i-Tüpfelchen auf eine starke Leistung in Buenos Aires. Denn seine Pflicht, eine Top-Drei-Platzierung, hatte das deutsche Team bereits vor dem Endspiel erfüllt.