Parlamentswahl in Burundi trotz Boykott der Opposition

Im ostafrikanischen Krisenland Burundi hat die umstrittene Parlamentswahl begonnen. Knapp vier Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Opposition hat zu einem Boykott aufgerufen. Sie verlangte, die Abstimmung zu verschieben. Diese Forderung wurde auch von der internationalen Gemeinschaft unterstützt. Burundi steckt in einer tiefen Krise, seit Präsident Pierre Nkurunziza Ende April angekündigt hat, sich um eine dritte Amtszeit zu bewerben. Bei den Protesten gegen Nkurunzizas wurden Aktivisten zufolge rund 80 Menschen getötet.