Bulgarien verstärkt Grenzen wegen Flüchtlingskrise in Mazedonien

Angesichts des Flüchtlingszustroms nach Mazedonien hat das benachbarte EU-Land Bulgarien die Bewachung seiner Grenzen verschärft. Es seien zusätzliche Helikopter und Grenzpolizisten im Einsatz, sagte Regierungschef Boiko Borissow im südbulgarischen Smoljan.

Damit reagiert das ärmste EU-Land Bulgarien auf die aktuelle Flüchtlingskrise in Mazedonien, das viele Migranten über die griechische Grenze erreichen.

Sofia möchte verhindern, dass nun Flüchtlinge aus Krisengebieten auch über Mazedonien oder Griechenland nach Bulgarien gelangen. «Diese Menschen sollten in ihren Staaten bleiben», meinte Borissow nach einem Bericht des staatlichen Radios.

Immigranten aus Krisengebieten gelangen seit Jahren über die Türkei nach Bulgarien. In den ersten sieben Monaten 2015 reichten nach amtlichen Angaben mehr als 9200 Menschen Asylanträge in Bulgarien ein. Um die illegale Einreise von Flüchtlingen über die türkische Grenze zu stoppen, baut Bulgarien einen bereits existierenden, etwa 30 Kilometer langen Grenzzaun zur Türkei weiter aus.