Bundesbank: Deutsche wollen Kleinmünzen behalten

Auch wenn Verbraucher nur selten mit Ein- und Zwei-Cent-Münzen bezahlen: Nach Überzeugung der Deutschen Bundesbank wollen die wenigsten auf die kleinsten Geldstücke verzichten.

Bundesbank: Deutsche wollen Kleinmünzen behalten
Karlheinz Schindler Bundesbank: Deutsche wollen Kleinmünzen behalten

«Die deutsche Bevölkerung hat nach unseren Untersuchungen eine positive Einstellung zu Kleinmünzen», sagte Notenbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Die Mehrheit sei gegen eine Abschaffung der kupferfarbenen Geldstücke. Die Bundesbank sehe keinen Grund, warum der Wunsch der deutschen Bevölkerung, an den Kleinmünzen festzuhalten, nicht erfüllt werden sollte.

Allerdings räumte Thiele ein, dass ein Großteil der Ein- und Zwei-Cent-Stücke gar nicht für das tägliche Einkaufen verwendet werden, sondern verloren gehen oder zwecks Entlastung des Portemonnaies zurückgelegt oder gehortet werden. Nach einer früheren Schätzung der Bundesbank wird etwa jede fünfte Ein-Cent-Münze im Umlauf für das tägliche Einkaufen genutzt, bei der Zwei-Cent-Münze etwa jede vierte, sagte Thiele. «Das heißt: 75 Prozent sind verloren oder im Einmachglas oder sonst wo.»