Bundesnachrichtendienst spionierte 71 500 DDR-Bürger aus

Der Bundesnachrichtendienst und seine Vorläuferorganisation Gehlen haben zwischen 1946 und April 1990 mindestens 71 500 DDR-Bürger ausspioniert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Tageszeitung «Neues Deutschland» berichtet. Keine Auskunft geben konnte die Regierung demnach über entsprechende Überwachungsaktionen des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Militärischen Abschirmdienstes. Die Dokumente existierten nicht mehr.