Bundesnetzagentur gibt Startschuss für Frequenzauktion

Für die drei großen Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica wird es Ende Mai ernst.

Bundesnetzagentur gibt Startschuss für Frequenzauktion
Daniel Reinhardt Bundesnetzagentur gibt Startschuss für Frequenzauktion

Die Bundesnetzagentur startet am 27. Mai in ihrer Niederlassung Mainz eine der größten Auktionen für die Vergabe von Mobilfunkfrequenzen.

Von der Versteigerung erwarte die Behörde einen starken Impuls für einen raschen Ausbau der Netze für das schnelle Internet, insbesondere im ländlichen Raum, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die Frequenzen sind gewissermaßen Schürfrechte, die für eine bestimmte Laufzeit vergeben werden.

Zugelassen zu der Auktion wurden nur die drei großen Mobilfunkanbieter. Im Vorfeld war spekuliert worden, ob auch Neueinsteiger in den Bietprozess mit einsteigen würden. Potenzielle Kandidaten hatten aber wegen der Vergabebedingungen das Handtuch geworfen und Klagen eingereicht.

In Mainz kommen unter anderem jene GSM-Frequenzen aus den Bereichen 900 und 1800 Megahertz unter den Hammer, mit denen der digitale Mobilfunk in den 90er Jahren seine spektakuläre Erfolgsgeschichte begann.

Besonders begehrt ist darüber hinaus auch der Block 700 Megahertz, der bislang für das terrestrische Fernsehen genutzt und durch die Umstellung auf DVB-T2 freiwurde. Hier können Netzbetreiber mit relativ wenigen Funkstationen und kostengünstig schnelles Internet in wenig erschlossenen Gebieten aufbauen.