Bundespolizei rechnet mit Tausenden Flüchtlingen aus Ungarn

Die deutsche Bundespolizei rechnet heute mit der Ankunft von 5000 bis 7000 Flüchtlingen aus Ungarn in Bayern.

«Das sind bis zu dreimal so viele wie an früheren Tagen. Da kommen wir langsam an die Kapazitätsgrenze», sagte der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam, Ivo Priebe, der Deutschen Presse-Agentur.

Österreich rechnet mit bis zu 10.000 Flüchtlingen, die im Laufe des Tages über die Grenze aus Ungarn kommen könnten.

Züge aus Österreich würden Richtung München geleitet, sagte Priebe. Bei einem Zwischenstopp in Rosenheim werde dann schon wie sonst auch ein Teil der Flüchtlinge aus den Zügen geholt und in ein Erstaufnahmelager gebracht. Insgesamt stünden mehrere Hundert Bundespolizisten bereit, um die Ankommenden zu versorgen, zu registrieren und in die Erstaufnahmelager zu bringen.

In München wurden zahlreiche Flüchtlinge erwartet. Es seien Dutzende Züge größtenteils aus Österreich sowie ein kleiner Teil aus Italien angekündigt, die am Hauptbahnhof von Mittag an etwa im Zweistundentakt halten würden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in der bayerischen Landeshauptstadt. Zuvor war ein erster Zug mit etwa 40 Flüchtlingen eingetroffen.

Die österreichische Bundesbahn hatte angekündigt, Flüchtlinge könnten mit Zügen Richtung Frankfurt/Main fahren. Die Fahrt von Wien aus dauert normalerweise sieben bis acht Stunden.