Bundesregierung sieht Aufbau Ost gelungen

25 Jahre nach der Wiedervereinigung holt Ostdeutschland nach Einschätzung der Bundesregierung den noch bestehenden Abstand zur Wirtschaftskraft im Westen kaum mehr auf.

Bundesregierung sieht Aufbau Ost gelungen
Jens Wolf Bundesregierung sieht Aufbau Ost gelungen

Im Entwurf ihres Jahresberichts zum Stand der Deutschen Einheit zeichnet die Bundesregierung ein geteiltes Bild des Erreichten, wie die «Sächsische Zeitung» (Montag) berichtet. Der Aufbau Ost sei, so die Einschätzung, «insgesamt gelungen».

Ostdeutschland hat demnach seine Wirtschaftskraft seit 1990 zwar beachtlich gesteigert, hole aber kaum mehr auf. Sie liege seit Jahren etwa ein Drittel unter der des Westens. Als Gründe würden die weiter kleinteilige Wirtschaftsstruktur, die niedrigere Exportquote und eine geringe unternehmensgetragene Forschung genannt.

Laut dem Bericht liegt die Wirtschaftsleistung Ostdeutschlands inklusive Berlin bei rund 71 Prozent des Westniveaus, ohne Hauptstadt nur bei 67 Prozent.

Auch die Arbeitsproduktivität erreicht nur 71 Prozent des Westwertes, mit Berlin immerhin fast Dreiviertel. Zudem gebe es deutliche Unterschiede bei Löhnen und Gehältern. Dafür rücke die einheitliche Rentenberechnung näher - der letzte Schritt der vollständigen Angleichung werde gemäß Koalitionsvertrag bis Ende 2019 erfolgen.