Bundestag berät über «sichere Herkunftsländer» in Nordafrika

Der Bundestag berät heute erstmalig über den Vorschlag der Bundesregierung, Tunesien, Algerien und Marokko als «sichere Herkunftsländer» einzustufen. Das soll die Bearbeitung der Asylanträge von Menschen aus diesen Staaten verkürzen. Die Opposition und SPD-Politiker wie der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sehen den Vorstoß kritisch - auch weil Homosexualität in den Maghreb-Staaten strafbar ist. Im vergangenen Jahr hatten die Asylbehörden einen deutlichen Anstieg der Zahl der Neuankömmlinge aus dem Maghreb registriert.