Bundestag beschließt Anti-Doping-Gesetz

Nach langen kontroversen Debatten in Sport und Politik hat der Bundestag das Anti-Doping-Gesetz beschlossen. Es soll nach der Verabschiedung durch den Bundesrat noch zum Beginn des Olympia-Jahres 2016 in Kraft treten.

Bundestag beschließt Anti-Doping-Gesetz
Paul Zinken Bundestag beschließt Anti-Doping-Gesetz

Das Gesetz, das mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedet wurde, sieht unter anderem ein Verbot des Selbstdopings und des Besitzes entsprechender Substanzen vor. Justizminister Heiko Maas sagte, die Regelung sei eine «Kampfansage an Täuscher, Trickser und Betrüger.» Sie werde den Sport «sauberer, sicherer und ehrlicher» machen.

Wegen Betrugs strafbar macht sich ein Sportler, bei dem Dopingmittel entdeckt werden, aber nur, wenn er sich damit Vorteile verschaffen will, sagte Maas. Mit dieser Einschränkung wurde den Einwänden zahlreicher Spitzensportler Rechnung getragen, die fürchten, ihnen könnten verbotene Substanzen untergeschoben werden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat weiter Vorbehalte gegen das Gesetz. Die Grünen stimmten gegen das Gesetz, die Linke enthielt sich.