Bundestag beschließt Gesetz gegen Kinderpornografie und Missbrauch

Kinder und Jugendliche sollen künftig besser vor sexuellem Missbrauch und unbefugten Nacktaufnahmen geschützt werden. Der Bundestag beschloss eine Verschärfung des Sexualstrafrechts.

Demnach macht sich künftig unter anderem strafbar, wer Kinder und Jugendliche nackt ablichtet, um die Aufnahmen zu verkaufen oder tauschen. Ursprünglich hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) eine noch weitreichendere Regelung geplant. Nach Einwänden von Experten und Rechtspolitikern hatte er die Pläne aber kurz vor der Abstimmung im Parlament noch entschärft.

Ferner sollen Sexualstraftaten künftig später als bislang verjähren. Auch «Cyber-Grooming» soll umfangreicher geahndet werden - also Versuche eines Erwachsenen, unter falschen Angaben über das Internet Kontakt zu Kindern aufzunehmen, um sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen.