Bundeswehr-Jets sollen ab Januar den IS bekämpfen

Mit «Tornado»-Aufklärungsflugzeugen will sich Deutschland an der Koalition gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beteiligen.

Bundeswehr-Jets sollen ab Januar den IS bekämpfen
Carsten Rehder Bundeswehr-Jets sollen ab Januar den IS bekämpfen

Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 im schleswig-holsteinischen Jagel laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Stimmt nach der Bundesregierung auch der Bundestag dem Einsatz am Freitag zu, sollen die ersten Maschinen aus dem Norden bereits in der kommenden Woche in die Türkei fliegen. Eine Mehrheit der schwarz-roten Koalition für die Entsendung von maximal 1200 Soldaten gilt als sicher. Die Luftwaffe will am Freitag in Jagel über ihre Vorbereitungen für den Syrien-Einsatz informieren.

Die eigentlichen Aufklärungsflüge selbst sind aber erst ab Januar geplant. Die deutschen Piloten sollen damit Nationen, die Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen fliegen, unterstützen. Sechs «Tornados» werden dafür benötigt. Zum Luftwaffengeschwader «Immelmann» in Jagel gehören 23 Maschinen. Mindestens vier von ihnen sollen in Syrien zum Einsatz kommen. Ob auch auf dem rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel stationierte «Tornado»-Kampfjets der deutschen Luftwaffe am geplanten Syrien-Einsatz teilnehmen, steht noch nicht fest.

Nach einem Ministeriumsbericht sind bei der Luftwaffe von 93 angeschafften «Tornados» derzeit 66 in Betrieb. Davon wiederum sind nur 29 einsatzbereit. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht wegen der kleinen Zahl aber keine Probleme für die Mission. Sie spricht allerdings von einem «gefährlichen Einsatz». Er solle ein «Signal an die Menschen in Syrien» senden. Den Begriff «Krieg» vermeidet die Bundesregierung aber.

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr umfasst neben Syrien und dem Irak auch das östliche Mittelmeer, das Rote Meer, den Persischen Golf sowie «angrenzende Seegebiete». Es sollen immer nur zwei Maschinen in der Luft sein.