Bundeswehr-Rüstungsprojekte 12,9 Milliarden teurer als geplant

Die 15 größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr haben durchschnittlich vier Jahre Verspätung und sind zusammen 12,9 Milliarden Euro teurer als geplant.

Bundeswehr-Rüstungsprojekte 12,9 Milliarden teurer als geplant
Holger Hollemann Bundeswehr-Rüstungsprojekte 12,9 Milliarden teurer als geplant

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur während einer Sitzung des sogenannten Rüstungsboards des Verteidigungsministeriums, bei der sich Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) über die Mega-Projekte informieren ließ. Insgesamt wurden dabei mehr als 500 Einzelrisiken identifiziert, davon mehr als 100 schwerwiegende.

Vor der Sitzung wurden die großen Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 58 Milliarden Euro vier Monate lang intensiv überprüft. Für die Preissteigerungen sind den Angaben zufolge zu 70 Prozent die Verspätungen verantwortlich. Die ursprünglichen Budgetplanungen liegen größtenteils viele Jahre zurück. Die durchschnittliche Laufzeit der Großprojekte beträgt 13 Jahre.

Zur Behebung aller 500 festgestellten Probleme seien «Korrekturmaßnahmen» eingeleitet worden, hieß es. Details wurden zunächst nicht genannt. In der kommenden Woche soll der Bundestag ausführlich unterrichtet werden. Dem Rüstungsboard gehören neben von der Leyen alle vier Staatssekretäre des Ministeriums und die zuständigen Abteilungsleiter an.