BVB fassungslos nach Fan-Vorfall - Harte Strafe droht

Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund herrscht Fassungslosigkeit über das Verhalten einiger weniger Fans. Die hatten im Gruppenspiel der Borussia in der Europa League bei PAOK Saloniki (1:1) mit dem Zünden von Pyrotechnik eine Spielunterbrechung provoziert.

«Es ist jammerschade, was hier passiert ist. Man kann das in keiner Weise tolerieren», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Sportdirektor Michael Zorc sprach von «beschämenden Bildern».

Nach dem neuerlichen Vorfall rechnen die Dortmunder mit empfindlichen Sanktionen durch die UEFA bis hin zu einem «Geisterspiel». Der europäische Verband teilte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag auf Anfrage mit, nach Prüfung der Berichte Anfang kommender Woche über die Eröffnung eines Disziplinarverfahrens zu entscheiden.

Die Dortmunder Verantwortlichen wollen sich derartige Auswüchse nicht mehr bieten lassen. Watzke kündigte an, die Übeltäter hart zu bestrafen: «Man muss das Problem nicht kleinreden. Mit Dialog und guten Worten kommt man nicht weiter.»

Schiedsrichter Anthony Taylor (England) hatte das Spiel in der 48. Minute unterbrochen, als er die brennenden Bengalos und den massiven Polizeieinsatz im Gästeblock des Toumba-Stadions sah.

Brennende Bengalos waren auch in Richtung einiger Sanitäter geworfen worden. «Eine Grenze ist erreicht», befand Watzke. «Das Spiel ist dadurch komplett gestört worden. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich minutenlang nur in die Kurve geschaut und das Spiel nicht beobachtet habe.»

Trainer Thomas Tuchel befand nach dem 1:1: «Wir haben mit der Pyro begonnen, das ist sehr ärgerlich. Wir sind nicht glücklich darüber.» Der 42-Jährige verteidigte jedoch den Gang der Mannschaft in die Fankurve nach dem Spiel. «Ein paar wenige richten Chaos an, aber es waren über 1000 Fans da, die es verdient hatten, dass sich die Mannschaft bedankt.» Der Gang in die Kurve sei von der Mannschaft ausgegangen.