BVB mit Pokal-Erfolgserlebnis - Hertha und Hannover raus

Bundesliga-Sorgenkind Borussia Dortmund hat im DFB-Pokal das ersehnte Erfolgserlebnis gefeiert. Der letztjährige Cup-Finalist gewann bei Fußball-Zweitligist FC St. Pauli mit 3:0 (2:0) und zog ungefährdet ins Achtelfinale ein.

BVB mit Pokal-Erfolgserlebnis - Hertha und Hannover raus
Daniel Bockwoldt BVB mit Pokal-Erfolgserlebnis - Hertha und Hannover raus

Die Tore für den BVB schossen vor 29 063 Zuschauern am ausverkauften Hamburger Millerntor Ciro Immobile (33.), Nationalspieler Marco Reus (44.) und Shinji Kagawa (86.). Die Bundesligisten Hertha BSC und Hannover 96 haben sich hingegen in der 2. Pokal-Runde blamiert. Die Hauptstädter unterlagen bei Drittligist Arminia Bielefeld mit 2:4 (0:0) nach Elfmeterschießen. Hannover verlor überraschend 0:2 (0:1) beim Zweitliga-Vorletzten VfR Aalen. Damit sind schon sieben Bundesligisten frühzeitig gescheitert.

Werder Bremen bescherte seinem neuen Trainer Viktor Skripnik hingegen ein erfolgreiches Debüt. Der Tabellen-Letzte der Bundesliga gewann beim Drittligisten Chemnitzer FC 2:0 (1:0) und zog ins Achtelfinale ein. Für eine Pokalüberraschung sorgten auch die Offenbacher Kickers, die durch den 1:0 (0:0)-Sieg Zweitligist Karlsruher SC ausschalteten. Im Duell der Zweitligisten besiegte der 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg die SpVgg Greuther Fürth souverän mit 2:0 (2:0). Philipp Hofmann traf per Doppelpack (12./22.) für die Pfälzer.

Die Bielefelder vergaben in der Anfangsphase vor 23 890 Zuschauern auf der Alm gegen den Favoriten aus der Hauptstadt zwei gute Kopfball-Chancen. Der Drittliga-Spitzenreiter blieb gegen schwache Berliner das bessere Team. Im zweiten Abschnitt hatte die Hertha weiter große Probleme gegen die kompakt stehenden Ostwestfalen. Nach einer ebenfalls torlosen Verlängerung parierte Bielefelds Torhüter Alexander Schwolow die Hertha-Elfmeter von Julian Schieber und Sandro Wagner.

Als Hannover die Partie vor 5448 Zuschauern in Aalen langsam in den Begriff bekam, ging der Zweitliga-Vorletzte mit 1:0 in Führung (24.). Hannovers Ceyhun Gülselam verlängerte eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor. Kurz nach der Pause markierte Michael Klauß im Anschluss an eine gelungenen Kombination das 2:0 für die Aalener (59.). Selbst nach dem Rückstand gelang es 96 nicht, das Tor des Zweitligisten in Gefahr zu bringen. Hannovers Vereinschef Martin Kind klagte: «Man hat gesehen, dass jede Motivation und jede Einstellung gefehlt hat.»

Der Drittliga-Vierte aus Chemnitz hatte vor 8000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Gellertstraße bereits in der 4. Minute durch Reagy Ofosu die große Chance zur Führung. Den ersten Treffer erzielte jedoch Werder: Fin Bartels traf per Heber mit seinem ersten Pokaltor zum 0:1 (31.). Kurz nach der Pause erhöhte Stürmer Franco di Santo für den Bundesligisten (49.) - das reichte. «Ich bin sehr froh über diesen sehr wichtigen Sieg. Er war nicht nur verdient, sondern auch souverän herausgespielt», sagte der neue Coach Skripnik.

Offenbach ließ keinen Klassenunterschied zum Zweitligisten aus Karlsruhe erkennen. Nach einer torlosen ersten Hälfte ging der Viertligist vor 16 100 Besuchern am Bieberer Berg durch Benjamin Pinto in Führung (63.). Von den Fans frenetisch angefeuert, brachte der Tabellenführer der Regionalliga Südwest den Vorsprung über die Zeit.