Calexico liefern einen üppigen Nachschlag

Nachschlag für die immer zahlreicher werdenden Fans der Desert-Folkrock-Band Calexico: Nach dem im Vorjahr zu Recht gefeierten Album «Algiers» und der triumphalen Tournee lassen Burns, Convertino & Co ihr Publikum nicht lange darben.

Calexico liefern einen üppigen Nachschlag

Die 5-Song-EP «Maybe On Monday» ist laut Label City Slang «als CD oder 12-Inch-Vinyl exklusiv nur auf der Sommer-Tour erhältlich, kann aber auch ab dem 21.06.2013 bei allen digitalen Services erworben werden». Wer also neues Material von der sympathischen Truppe aus Tucson/Arizona buchstäblich in der Hand nach Hause tragen will, sollte die hiesigen Auftritte zwischen dem 1. Juli (Bremen) und dem 14. August (Bonn) nicht verpassen.

Auf Tonträger geboten wird «Maybe On Monday», einer der schönsten «Algiers»-Songs, in einer Alternate Version und in Demo-Form - mal drängender, treibender als das sanfte Original, mal reduzierter, beide ganz großartig. Der zusätzliche Mehrwert des Mini-Albums sind aber drei Cover-Versionen - und wer jemals die fantastische Calexico-Version von «Alone Again Or» (Love) im peppigen Mariachi-Stil gehört hat, weiß um die Qualitäten der Band auch in dieser Hinsicht.

«The Walls Came Down» stammt von der 1980 gegründeten US-Rockband The Call, deren Sänger Michael Been vor drei Jahren während des belgischen Musik-Festivals Pukkelpop an einem Herzinfarkt starb. Ihm setzen Calexico-Frontmann Joey Burns, Schlagzeuger John Convertino und ihre Multikulti-Mitspieler ein würdiges Denkmal. Mindestens genauso bewegend ist die Interpretation von Elvis Costellos Ballade «Shabby Doll», folkpoppig-lässig schließlich die Version des Songs «Unsatisfied» von den US-Kultrockern The Replacements.

Wer Calexico kennt, weiß, dass diese Band - in der mit Martin Wenk ein in Berlin lebender deutscher Multiinstrumentalist mitwirkt - auch fremde Lieder in ihrem sehr eigenen Stil, aber höchst einfühlsam und authentisch spielt. Man kann sich jedenfalls gut vorstellen, wie diese Preziosen neben den «Algiers»-Schmuckstücken und älterem Klassikern auch live glänzen werden.

Konzerttermine: 1.7. Bremen, Schlachthof; 2.7. Berlin, Citadel Music Festival; 3.7. Dresden, Alter Schlachthof; 4.7. Stuttgart, Freilichtbühne Killesberg; 5.7. Wien, Harvest of Art «Warm Up»; 6.7. Würzburg, Posthalle; 9.7. Mainz, Zitadelle; 10.7. Karlsruhe, Tollhaus Zeltival; 16.7. München, Tollwood; 17.7. Nürnberg, Serenadenhof; 10.8. Wels/Österreich, Schlachthof Open air; 11.8. Dornbirn/Österreich, Conrad-Sohm; 13.8. Hamburg, Stadtparl Open Air; 14.8. Bonn, KunstPalast.