Chef des Bankenrettungsfonds Soffin bleibt ein Jahr länger

Der Chef des Bankenrettungsfonds Soffin, Christopher Pleister, bleibt ein Jahr länger im Amt.

Die Finanzmarktstabilisierungsagentur (FMSA) bestätigte am Montag auf Anfrage, dass der Vertrag des 65-Jährigen bis Dezember 2014 verlängert wurde.

Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» erfolgte die Verlängerung wegen der Regierungsbildung vergleichsweise spät. Solange unklar gewesen sei, wer der nächste Finanzminister wird, sollte die wichtige Personalie nicht entschieden werden. Die FMSA, die den Soffin verwaltet, untersteht dem Finanzministerium.

Pleister führt die FMSA seit 2011. Die Agentur wurde in der Finanzkrise 2008 geschaffen, um angeschlagene Banken mit Finanzspritzen und Garantien vor dem Kollaps zu bewahren. Derzeit stützen die Steuerzahler mehrere Institute noch mit Eigenkapitalhilfen von insgesamt rund 17,1 Milliarden Euro.

Eigentlich sollte der Soffin Ende 2010 stillgelegt werden. Im Zuge der Euro-Krise wurde er zunächst bis Ende 2012 verlängert und nochmals bis Ende 2014. Allerdings müssen Banken für die Kosten nun selbst aufkommen und nicht allein die Steuerzahler: Für etwaige Verluste aus weiteren Soffin-Hilfen soll auf Mittel des Krisenfonds zurückgegriffen werden, der durch die Bankenabgabe finanziert wird.