Chefs von Edeka und Kaiser's-Tengelmann werben um Fusion

Der Einzelhandelskonzern Edeka und die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann haben nachdrücklich für eine von den Wettbewerbshütern abgelehnte Fusion geworben. 

Die gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile würden bei einer Übernahme von Kaiser's Tengelmann deutlich überwiegen, sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Montag bei einer Anhörung in Berlin. Er sieht wie Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub angesichts des Erhalts von 16 000 Jobs «alle Voraussetzungen» für eine Sondererlaubnis durch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für den umstrittenen Deal. Dies sei ein typischer Fall.

Alle 16 000 Arbeitsplätze würden erhalten, was auch im Interesse der Länder sei, argumentierten Mosa und Haub. Es handele sich nicht um eine Rationalisierungsfusion: «Wir sichern 16 000 Arbeitsplätze und schaffen neue», sagte Mosa weiter. Nach Darstellung von Haub hat es dies bei «einer Fusion mit Ministererlaubnis überhaupt noch nicht gegeben».

Die Bedenken des Bundeskartellamtes und der Wettbewerbshüter wiesen die beiden Manager zurück. Sie appellierten an Gabriel, die seit Monaten andauernde Hängepartie zu beenden und eine Ministererlaubnis noch bis Jahresende zu erteilen.