China-Daten und Syrien-Entwicklung treiben Dax hoch

Erfreuliche Daten zur Wirtschaftsentwicklung in China haben dem deutschen Aktienmarkt am Montag kräftig Auftrieb gegeben. Zugleich rückten Sorgen über einen raschen Militärschlag in Syrien in den Hintergrund, nachdem US-Präsident Obama zuvor den Kongress konsultieren will.

«Zusammen sorgen diese Nachrichten wieder für stärkere Risikofreude», sagte ein Börsianer. Er rechnet an diesem Tag allerdings mit unterdurchschnittlichen Umsätzen an der Börse, da in den USA Feiertag ist. Der Dax gewann bis zur Mittagszeit 1,59 Prozent auf 8232 Punkte und machte damit seine Verluste vom Freitag mehr als wett.

Der MDax legte zum Wochenstart um 1,39 Prozent auf 14 569 Punkte zu. Der TecDax stieg um 1,13 Prozent auf 1031 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte zugleich um 1,72 Prozent auf 2768 Punkten vor.

Spitzenwert im Dax war die Aktie der Deutschen Post mit plus 3,25 Prozent. Sie wird in drei Wochen in den EuroStoxx 50 aufgenommen. Die Eon-Papiere dagegen legten um unterdurchschnittliche 0,33 Prozent zu, nachdem nun klar ist, dass das Versorger-Papier den Stoxx Europe 50 zur selben Zeit verlassen muss.

Beteiligungsverkäufe und Übernahmen zählten ebenfalls zu den wichtigsten Themen am Markt. Abgesehen von der europäischen Telekombranche rückte der Einstieg eines Finanzinvestors bei der Biotech-Firma Evotec in den Blick. Die Anteilsscheine des TecDax-Unternehmens gewannen daraufhin knapp elf Prozent. Außerhalb der Dax-Familie sprangen die Papiere der Marseille-Kliniken um knapp 15 Prozent hoch. Der Tageszeitung «Die Welt» zufolge will sich der Gründer des Betreibers von Senioren- und Pflegeheimen, Ulrich Marseille, von mindestens zwei Dritteln seiner Anteile trennen.