China-Sorgen und Rohstoff-Preisverfall ziehen Dax runter

Sorgen vor einem Abschwung der Weltwirtschaft haben den Dax stark ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex weitete seine jüngsten Verluste aus und fiel am frühen Nachmittag um 1,23 Prozent auf 10 781,18 Punkte.

Insbesondere der andauernde Verfall vieler Rohstoffpreise und die anhaltenden Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten verunsicherten die Anleger.

Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 0,93 Prozent auf 20 527,92 Punkte ein, und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,06 Prozent auf 1761,58 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Abschlag von 0,87 Prozent.

Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank sprach von einer allgemein ungünstigen Gemengelage am Aktienmarkt. Jasper verwies neben den Sorgen um China auch auf den anhaltenden Preisverfall bei Rohstoffen wie Kupfer oder Rohöl, der eventuell eine niedrige Nachfrage aus den großen Schwellenländern widerspiegelt. Damit verbunden werden aktuell Befürchtungen, dass die Weltwirtschaft insgesamt an Schwung verlieren könnte.

Unter den Einzelwerten hierzulande gerieten erneut die Aktien aus konjunktursensiblen Branchen stark unter Druck. So fielen am Dax-Ende die Papiere des Spezialchemiekonzerns Lanxess um rund 5 Prozent. Schlusslicht im MDax waren die Anteilsscheine des Stahlkonzerns Salzgitter mit einem Minus von ebenfalls rund 5 Prozent.

Ansonsten sorgte die Deutsche Annington für den letzten Höhepunkt der Berichtssaison. Der Immobilienkonzern überraschte beim Ergebnis im ersten Halbjahr positiv. Die Aktien stiegen unter den wenigen Gewinnern im MDax um rund 1 Prozent.

Der im SDax notierte Onlinehändler für Heimtierbedarf Zooplus enttäuschte mit seinen endgültigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal, die Papiere fielen um 4 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,46 Prozent am Vortag auf 0,47 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 139,67 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,10 Prozent auf 154,86 Zähler zu. Der Eurokurs gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1041 (Dienstag: 1,1060) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9057 (0,9042) Euro.