China verteidigt Internetzensur gegen Kritik aus der Wirtschaft

Trotz massiver Kritik aus der Wirtschaft will China weiter an der Internetzensur festhalten. «Eine Regulierung des Internets ist nötig», sagte Xu Shaoshi, Chef der staatlichen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC).

Entgegen der Klagen von Unternehmen aus den USA und Europa sei er nicht der Meinung, dass die Internetüberwachung die Geschäfte in China beeinträchtige. Die NDRC gibt die Leitlinien für Chinas Wirtschaftspolitik vor.

Am Vortag hatte Alexandra Voss, Geschäftsführerin der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Peking, die Einschränkungen des Interzugangs als möglichen Schaden für den Standort China kritisiert. Zuvor hatten sich auch Unternehmen aus den USA und aus Europa über die Sperren als geschäftsschädigend beklagt. Im Januar hatte China seine als «Große Firewall» bezeichneten Internetsperren ausgeweitet. Besonders Tunneldienste - sogenannte Virtual Private Network (VPN) Services - wurden massiv gestört. Mit ihnen hatten sich bislang Sperren zumindest teilweise umgehen lassen.