Chinas Börsen rutschen in den Keller

Die Sorgen um Chinas Wirtschaft haben die chinesischen Börsen am Freitag kräftig in den Keller rutschen lassen.

Der wichtige Shanghai Composite Index fiel um 4,27 Prozent auf 3507 Punkte. Auch der Shenzhen Component Index verlor um 5,42 Prozent auf 11 902 Punkte. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, ging sogar um 6,65 Prozent auf 2341 Punkte zurück.

Die wachsende Unruhe um die Auswirkungen eines wirtschaftlichen Abschwungs in China auf die Weltwirtschaft belasteten auch die Börse in Tokio schwer. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte weit unter die Marke von 20 000 Punkten. Im Sog globaler Konjunktursorgen ging es auf den Dax weiter abwärts. Der deutsche Leitindex riss am Freitagmorgen die Marken von 10 400 und 10 300 Punkten. Im frühen Handel büßte das Börsenbarometer 1,62 Prozent auf 10 263,68 Punkte ein. So tief stand der Dax zuletzt Ende Januar.

In China war zuvor war ein wichtiger Frühindikator für die Konjunktur völlig unerwartet und so tief wie seit der globalen Finanzkrise vor sechs Jahren nicht mehr gefallen.

Der Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie (PMI), der die Stimmung in den Unternehmen misst, fiel auf 47,1 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit März 2009, wie das Wirtschaftsmagazin «Caixin» in einer vorläufigen Schätzung berichtete.

Analysten hatten mit 48,2 Punkten gerechnet. Im Juli lag der Indikator nach endgültigen Zahlen noch bei 47,8 Punkten. Werte von über 50 Punkten sprechen für eine gute Entwicklung der Wirtschaft, während alle Werte unter der kritischen Marke auf Probleme hindeuten.