Chinas Premier bei Merkel: Wir schützen Hongkongs Investoren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt auf eine friedliche Lösung der Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Protestbewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong.

Die Demonstrationen seien bisher im Großen und Ganzen friedlich verlaufen, sagte Merkel nach deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin. «Und ich hoffe, dass das auch weiter so bleiben kann. Und dass man in freiem Meinungsaustausch dann auch Lösungen findet, die die Bevölkerung in Hongkong zufriedenstellen», ergänzte sie.

Li betonte, die chinesische Regierung werde «die legitimen Interessen aller ausländischer Investoren in Hongkong, einschließlich der deutschen Investoren, rechtmäßig schützen». Es habe keine Veränderung der Leitlinie «Ein Land - zwei Systeme» mit einem hohen Maß an Autonomie für Hongkong gegeben und das werde auch so bleiben.

«Die Erhaltung langfristiger Prosperität und Stabilität Hongkongs liegt nicht nur im Interesse Chinas, sondern noch mehr im Interesse der Einwohner der Metropole», sagte der Regierungschef. Er sei überzeugt, dass die Hongkonger und die Regierung der Sonderverwaltungsregion in der Lage seien, «den Wohlstand der Stadt zu erhalten und auch die gesellschaftliche Stabilität zu wahren».