Chronologie des Kampfes gegen die Ebola-Epidemie

Erstmals während der aktuellen Epidemie ist ein Patient außerhalb von Afrika mit Ebola diagnostiziert worden. Das Virus hat bereits Tausende Menschenleben in Westafrika gefordert.

Chronologie des Kampfes gegen die Ebola-Epidemie
Michael Reynolds Chronologie des Kampfes gegen die Ebola-Epidemie

Dezember 2013: Experten nehmen rückblickend an, dass es in der Region Guéckédou in Guinea den ersten Fall dieser Epidemie gibt.

23. März 2014: In Guinea sind laut einem Radiobericht etwa 60 Menschen an Ebola gestorben, es gibt fast 100 Infizierte.

25. März: Ebola wird auch in Liberia nachgewiesen, mindestens fünf Menschen sind bereits gestorben.

26. Mai: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben fünf Menschen in Sierra Leone.

23. Juni: Experten warnen, die Epidemie sei außer Kontrolle.

20. Juli: In Nigeria bricht ein Regierungsberater Liberias am Flughafen zusammen. Tage später stirbt er, der Test ergibt: Ebola.

4. August: Die Krankheit breitet sich auch in Nigeria aus, kann dort allerdings eingedämmt werden.

7. August: Erstmals wird ein Ebola-Infizierter nach Europa gebracht:
Spanien fliegt den Geistlichen Miguel Pajares ein. Er stirbt später.

8. August: Die WHO stuft die Epidemie als Internationalen Gesundheitsnotfall ein.

19. August: Ein Verdachtsfall in einem Berliner Jobcenter sorgt für Aufregung. Doch die Tests verlaufen negativ.

24. August: Die Demokratische Republik Kongo meldet Infektionen mit Ebola. Der Ausbruch ist aber unabhängig von dem in Westafrika.

27. August: Erstmals kommt ein Ebola-Patient aus Westafrika nach Deutschland. Er wird in der Uniklinik Hamburg-Eppendorf behandelt.

28. August: Die WHO befürchtet in den kommenden sechs bis neun Monaten mehr als 20 000 Infizierte.

29. August: Die Seuche erreicht mit einem erkrankten Studenten aus Guinea den Senegal. Der Patient gilt inzwischen als geheilt.

13. September: Die Epidemie wird nach Ansicht von US-Experten noch mindestens 12 bis 18 Monate dauern. Hunderttausende Menschen könnten sich der Prognose zufolge bis dahin mit dem Virus anstecken.

16. September: US-Präsident Barack Obama kündigt an, rund 3000 Soldaten nach Westafrika zu schicken. Die Vereinten Nationen warnen vor einem Zusammenbruch der von Ebola betroffenen Länder.

25. September: Die Bundeswehr startet ihren ersten Ebola-Hilfsflug mit Material nach Dakar.

26. September: Die WHO hofft auf einen einsatzfähigen Impfstoff von Anfang 2015 an.

28. September: Ein Luftkorridor soll vom Senegal aus die Versorgung der von Ebola betroffenen Länder mit Medikamenten und Nahrungsmitteln vereinfachen.

30. September: Eine UN-Sondermission (UNMEER) eröffnet ihr Hauptquartier in Ghana. Im US-Staat Texas wird bei einem Mann aus Liberia Ebola diagnostiziert.