Chronologie: Die Erhöhung der Schuldenobergrenze in den USA

Die USA haben ihre Schuldenobergrenze zwischen 1993 und 2013 von rund 4,4 Billionen Dollar auf rund 16,7 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro) angehoben. In den vergangenen Jahren waren die Kriege in Afghanistan und im Irak die größten Kostentreiber.

Im Oktober 2013 eskalierte die Lage - und erst in letzter Minute wurde nun eine Lösung gefunden. Ein Überblick:

12. Februar 2010: Die USA erhöhen ihre Schuldenobergrenze um 1,9 Billionen auf rund 14,3 Billionen Dollar - der größte Schritt seit 1993. Damit liegt das Limit nur noch knapp unter dem Bruttoinlandsprodukt der USA - 14,6 Billionen US-Dollar 2010.

2. August 2011: Der neuerlichen Anhebung des Schuldenlimits geht ein Streit voraus, der den USA einen erheblichen Imageverlust einbringt - vor allem in Bezug auf ihre Kreditwürdigkeit. Schließlich erzielen Präsident Barack Obama, Republikaner und Demokraten einen Kompromiss. Er sieht vor, dass das Schuldenlimit von 14,3 Billionen Dollar in zwei Etappen auf 16,4 Billionen Dollar erhöht wird. Im Gegenzug soll es längerfristige Einsparungen in einer Gesamthöhe von rund 2,5 Billionen Dollar geben. Am 1. August billigt das Abgeordnetenhaus den Schuldenkompromiss. Am 2. August nimmt der Senat die Vorlage an.

5. August 2011: Die USA verlieren erstmals in der Geschichte die Bestnote als zuverlässiger Schuldner. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stuft die US-Bonität von der Bestnote «AAA» auf «AA+» herunter. S&P begründet den Schritt damit, dass die vom Kongress beschlossenen Einsparungen nicht ausreichten, um eine langfristige Schuldenkonsolidierung zu erreichen.

31. Dezember 2012: Die Obergrenze des Schuldenlimits ist erreicht. Verbindlichkeiten werden aus anderen Töpfen bezahlt, um eine Lösung bis Mitte Februar zu finden.

23. Januar 2013: Das Abgeordnetenhaus setzt die Schuldengrenze vorübergehend aus, um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Die von den Republikanern beherrschte Kongresskammer stimmt für die Aussetzung bis Mitte Mai.

19. Mai: Die Schuldenobergrenze wird geräuschlos auf 16,7 Billionen Dollar erhöht. Es gibt bereits Schätzungen, dass diese Summe Mitte Oktober oder Anfang November nicht mehr ausreicht.

25. September: Der Finanzminister informiert den Kongress, dass das Geld ohne Veränderung des Schuldenlimits nicht länger als bis zum 17. Oktober ausreichen wird.

17. Oktober: Nach Einigung in letzter Minute setzt Präsident Obama ein Gesetz in Kraft, mit dem das Schuldenlimit bis zur Frist 7. Februar erhöht wird. Der Kongress legt für diesen Zeitraum keine Obergrenze fest.