Chronologie: Islamistischer Terror in Europa

Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 gab es auch in Europa eine Reihe islamistischer Attentate. Manche Pläne konnten gerade noch vereitelt werden. Beispiele:

Januar 2015: Bei einem Attentat auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» sterben in Paris zwölf Menschen. Die beiden Täter kommen zwei Tage später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel.

Mai 2014: Im Jüdischen Museum in Brüssel erschießt ein französischer
Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird der Mann festgenommen.

Dezember 2013: Bei Selbstmordanschlägen in der russischen Stadt
Wolgograd sterben 34 Menschen im Bahnhof und in einem Bus. Islamisten
aus dem Nordkaukasus bekennen sich zu den Attentaten.

März 2011: Ein Kosovo-Albaner erschießt am Frankfurter Flughafen
zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer.

Januar 2011: Bei einem Selbstmordanschlag auf dem internationalen
Moskauer Flughafen Domodedowo sterben mindestens 37 Menschen. Die
Ermittler machen Islamisten aus dem Nordkaukasus verantwortlich.

Dezember 2010: Bei einem Sprengstoffanschlag in der Stockholmer
Fußgängerzone stirbt der Attentäter. Hintergrund war vermutlich der
Einsatz schwedischer Soldaten in Afghanistan.

März 2010: Die vier Mitglieder der islamistischen Sauerland-Gruppe
müssen wegen geplanter Terroranschläge in Deutschland für bis zu
zwölf Jahre ins Gefängnis.

Januar 2010: Gut vier Jahre nach der Veröffentlichung seiner
Mohammed-Karikaturen in der Zeitung «Jyllands-Posten» entkommt der
dänische Zeichner Kurt Westergaard nur knapp einem Attentat.

Juli 2006: Im Kölner Hauptbahnhof werden in zwei Zügen Bomben
gefunden, die wegen eines technischen Fehlers nicht explodierten. Der
«Kofferbomber von Köln» wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

Juli 2005: Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der Londoner
U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700
werden verletzt.

März 2004: Bei Sprengstoffanschlägen auf Pendlerzüge in Madrid
sterben 191 Menschen, etwa 1500 werden verletzt.