«Club der Willigen» spricht über Flüchtlings-Hilfe für Türkei

Vor Beginn des EU-Gipfels wird in Brüssel über Hilfe für die Türkei in der Flüchtlingskrise beraten. Am Vormittag gab es ein Extra-Treffen mit dem türkischen Ministerpräsident Ahmet Davutoglu.

«Club der Willigen» spricht über Flüchtlings-Hilfe für Türkei
Sedat Suna «Club der Willigen» spricht über Flüchtlings-Hilfe für Türkei

Daran nahmen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kommissionschef Jean-Claude Juncker teil. Der sogenannte «Club der Willigen» will der Türkei Flüchtlingskontingente abnehmen. Angaben zur möglichen Größenordnung wurden bisher nicht veröffentlicht.

Zu dem Gespräch in der österreichischen EU-Botschaft kamen auch Spitzenvertreter von Luxemburg, Griechenland, Schweden, Belgien, Finnland, Slowenien, Portugal, Frankreich und der Niederlande. Frankreichs Staatspräsident François Hollande war wegen eines Termins verhindert und ließ sich von Europa-Staatssekretär Harlem Désir vertreten.

Juncker sagte, das freiwillige Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge stehe allen Staaten offen. «Wir arbeiten in der EU der 28.» Das Vorpreschen der «Willigen» bedeute keine Spaltung der Union. Zu dem Treffen hatte Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann geladen.

In der Türkei sind rund zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien untergekommen. Um ihre Situation zu verbessern, will die EU dem Land mit drei Milliarden Euro helfen.

Die Flüchtlingskrise ist ein zentrales Thema des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag. Daneben wird es auch um die Forderungen Großbritanniens für eine EU-Reform gehen.