Comeback für Nowitzki - Niederlage bei Krimi in Kroatien

Die Niederlage bei seinem Comeback verfolgte Dirk Nowitzki von der Bank. 1433 Tage nach dem bislang letzten Auftritt des Basketball-Superstars im Nationalteam verlor die Auswahl von Bundestrainer Chris Fleming den Test gegen Kroatien mit 72:74 (64:64, 28:36) nach Verlängerung.

Nowitzki stand am Freitag in Zagreb knapp 24 Minuten auf dem Feld und zeigte mit elf Punkten und sechs Rebounds eine gute Vorstellung. Gegen Ende der regulären Spielzeit absolvierte der Würzburger unterstützt von einem Betreuer Stretchingübungen und kehrte nicht mehr auf das Parkett zurück.

Bester Werfer der Gäste war Center Maik Zirbes mit 14 Zählern, der eingebürgerte Slowake Anton Gavel blieb bei seinem Debüt ohne Korberfolg. Am Sonntag geht es in Bremen erneut gegen die Kroaten, die bei der Europameisterschaft (5.-20. September) ebenfalls Gastgeber einer Vorrundengruppe sind.

Das deutsche Team begann mit NBA-Toptalent Dennis Schröder (13) und Nowitzki in der Startformation furios, der 37 Jahre alte Routinier erzielte mit zwei Freiwürfen nach zweieinhalb Minuten seine ersten Punkte. Im ersten Viertel führte die Fleming-Auswahl zwischenzeitlich mit 15:6, gab die Führung zum Ende des ersten Viertels wieder aus der Hand.

Nachdem Anton Gavel am Vorabend die Spielerlaubnis vom Weltverband FIBA erhalten hatte, gab der gebürtige Slowake sein Debüt im deutschen Trikot. Doch blieb der 30-Jährige unauffällig, mehrfach sprach Fleming lange mit seinem früheren Bamberger Weggefährten. Vor der Pause setzten sich die Kroaten langsam ab, vor allem Jungstar Dario Saric (18 Punkte) glänzte mehrfach.

Bei den Gästen fiel hingegen der Distanzwurf zunächst so gut wie gar nicht, dennoch kämpfte sich das Fleming-Team mit einem 10:0-Lauf zu Beginn des dritten Abschnitts heran. Nowitzki versenkte seinen ersten Dreier zur 58:55-Führung, stand jedoch zum Ende des letzten Viertels und in der Verlängerung nicht mehr auf dem Parkett.

Es entwickelte sich eine packende Schlussphase. Robin Benzing verpasste von der Dreierlinie die mögliche Entscheidung zum Ende der regulären Spielzeit. In der Verlängerung sicherte der EM-Vierte von 2013 den Sieg mit Nervenstärke an der Freiwurflinie.