CSU-Spitze berät Forderung zu Sprachvorgaben

Die CSU will ihre umstrittene Forderung abschwächen, Zuwanderer sollten in der Familie Deutsch sprechen. «Es muss jeder zu Hause sprechen können, wie er möchte», sagte CSU-Vize Peter Gauweiler vor der Sitzung des Parteivorstands in München.

CSU-Spitze berät Forderung zu Sprachvorgaben
Sven Hoppe CSU-Spitze berät Forderung zu Sprachvorgaben

Der umstrittene Satz im Leitantrag für den Parteitag Ende der Woche müsse umformuliert werden. Auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte: «Wir müssen uns über die Formulierung noch etwas Gedanken machen.»

Der Grundgedanke sei aber richtig. «Es ist unbestritten, dass Sprache für Integration das Allerwichtigste ist», sagte Hasselfeldt. Die Aufforderung, in der Familie Deutsch zu sprechen, will Hasselfeldt nicht als Pflicht, sondern als «Motivation und Anregung» verstanden wissen. Im bisherigen Leitantrag-Entwurf heißt es: «Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.»