Daimler-Betriebsräte klagen wegen Bezahlung von Kollegen

Daimler-Betriebsräte haben sich am Mittwoch vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht über die Bezahlung ihrer Kollegen beschwert. Mehrere Arbeitnehmervertreter kritisierten, der Autobauer zahle einigen Kollegen zu viel.

Das Unternehmen halte sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben, sagte Klägeranwalt Ulrich Fischer. So richte sich die Vergütung beispielsweise nach den Funktionen des Betriebsratsmitglieds innerhalb des Gremiums. «Alle Betriebsratsmitglieder müssen gleich behandelt werden», sagte Fischer und äußerte die Befürchtung, dass Daimler durch Einfluss auf die Arbeit des Betriebsrats nehmen könnte. (Az.: 29 Bv 26/13)

Daimler-Anwalt Ulrich Baeck wies die Vorwürfe scharf zurück. Bei der Vergütung halte man sich an gesetzliche Vorgaben. Das Unternehmen sehe «interne Querelen» des Betriebsrats als Grund für den Rechtsstreit sowie auch bevorstehende Neuwahlen. Die Antragsteller sind dem Gericht zufolge Arbeitnehmervertreter, die nicht der IG Metall angehören.