DAK-Gesundheit hebt Beitrag auf 16,1 Prozent an

Die DAK-Gesundheit hebt ihren Beitragssatz im kommenden Jahr um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent an. Das beschloss der Verwaltungsrat der mit 6,1 Millionen Versicherten drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse, wie die Versicherung mitteilte.

DAK-Gesundheit hebt Beitrag auf 16,1 Prozent an
Lukas Barth DAK-Gesundheit hebt Beitrag auf 16,1 Prozent an

Die Erhöhung müssen alleine die Versicherten über den Zusatzbeitrag schultern. Er steigt von 0,9 auf 1,5 Prozent. Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent.

Die 16,1 Prozent sind auf das monatliche Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu zahlen. Diese wird im kommenden Jahr bei 4237,50 Euro liegen.

Der Beitragsanstieg schlägt bei einem Durchschnittsverdienst von 2500 Euro bei den DAK-Versicherten mit 15 Euro zu Buche. Für einen Beschäftigten an der Beitragsbemessungsgrenze sind es sogar 25 Euro. Allerdings ist der Zusatzbeitrag von der Steuer absetzbar und mindert die Steuerbelastung.

Der Etat der Kasse beträgt im kommenden Jahr 21,2 Milliarden Euro und liegt 1,7 Prozent über dem Volumen von 2015. Die DAK-Gesundheit rechnet für 2015 mit einem Defizit von über 300 Millionen Euro. Für 2016 wird ein Überschuss von 145 Millionen Euro angepeilt. Nach einem Abschmelzen der Rücklagen sei das Ziel, im kommenden Jahr wieder Rücklagen aufzubauen, um gut aufgestellt ins Jahr 2017 zu gehen, sagte ein Sprecher.