«Dalli Dalli» heißt in der ARD «Das ist Spitze!»

Der wiederbelebte Showklassiker «Dalli Dalli» schafft den Sprung ins «Erste». Dort wird er jedoch nicht «Dalli Dalli» heißen, sondern «Das ist Spitze!», wie am Dienstag die ARD-Programmdirektion mitteilte.

Bislang lief das Showformat im NDR Fernsehen als 60-Minuten-Sendung. Moderator im «Dritten» wie im «Ersten» ist Kai Pflaume. Im NDR Fernsehen läuft die Show noch an diesem Samstag (22 Uhr) und am 24. August.

ARD-Unterhaltskoordinator Thomas Schreiber sagte, die ARD habe «auf Bitten des ZDF» den Titel geändert. Ein ZDF-Sprecher teilte mit, dass auf Anfrage der ARD und zur Unterstützung der Hans-Rosenthal-Stiftung das ZDF Konzept und Titel für die NDR-Sendung freigegeben habe. «Für die Ausstrahlung des Showkonzepts im ARD-Hauptprogramm hat sich das ZDF mit der ARD geeinigt, dass hierfür ein anderer Sendetitel als "Dalli Dalli" verwendet werden soll», so der Sprecher.

Kai Pflaume (46) wird die 90-Minuten-Show am 26. September erstmals im «Ersten» präsentieren. Zwei weitere Sendetermine sind vorgesehen. Hans Rosenthals legendäre ZDF-Sendung war am 11. September 1986 mit ihm letztmalig zu sehen. Unvergessen ist Rosenthals energiegeladener Schlusssprung und Ausruf, «Sie finden, das war....» und das Publikum fügte hinzu: «spitze!».

Wie schon zu Rosenthals Zeiten liefern sich acht Prominente in vier Zweier-Teams einen Wettkampf mit Spiel- und Quiz-Runden, bei der wieder die Elemente «Dalli-Tonleiter» oder «Dalli-Klick» eine Rolle spielen. Die Gewinne gehen an die Hans-Rosenthal-Stiftung zugunsten unverschuldet in Not geratener Menschen. Rosenthals Witwe Traudl und sein Sohn Gert werden in der ersten Show als Ehrengäste erwartet.

Gert Rosenthal, Jahrgang 1958, sagte in einem Gespräch mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwochausgabe) auf die Frage, ob das ZDF die Sendung nicht hätte reaktivieren können: «Mein Vater hätte sich riesig gefreut. Er hatte zwar Angst davor, dass er beim ZDF nicht mehr ankommt, abgesetzt wird und jemand anderes die Sendung moderieren könnte.» Seine Mutter, die immer sehr kritisch sei, habe ihm aber gerade erst gesagt, dass sie Kai Pflaume schreiben wolle, wie gut ihr das gefalle.

Dem 1987 gestorbenen Hans Rosenthal habe viel daran gelegen, dass sich niemand in der Sendung blamiert. «Das war ihm sehr wichtig, und ich glaube, das ist auch Kai Pflaume wichtig. Ein Kandidat muss immer aufgefangen werden vom Moderator, er muss sich wohlfühlen können. Das merken auch die Zuschauer.»