Davis-Cup: Hewitt führt Australien ins Halbfinale

Altmeister Lleyton Hewitt hat die australischen Tennis-Herren nach einer historischen Aufholjagd in das Davis-Cup-Halbfinale geführt.

Davis-Cup: Hewitt führt Australien ins Halbfinale
Shane Eecen Davis-Cup: Hewitt führt Australien ins Halbfinale

Der 34-Jährige sorgte am Sonntag mit einem 7:6 (7:2), 6:2, 6:3-Erfolg im abschließenden Einzel gegen Alexander Nedowjessow für den entscheidenden Punkt zum 3:2-Sieg gegen Kasachstan. Damit drehten die Australier erstmals seit ihrem Finalsieg 1939 in einem Davis-Cup-Match wieder einen 0:2-Rückstand.

«Es lief nicht alles nach Plan an diesem Wochenende», sagte Hewitt und formulierte voller Pathos: «Wir haben für die Jungs an der Seite des Platzes und auch für das ganze Land gespielt.»

Die hochgehandelten Nachwuchsprofis Thanasi Kokkinakis (4:6, 3:6, 3:6 gegen Michail Kukuschkin) und Nick Kyrgios (6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 6:7 (5:7), 4:6 gegen Alexander Nedowjessow) hatten am Freitag die Eröffnungseinzel verloren und waren danach von Teamchef Wally Masur nicht mehr für die Partien am Sonntag nominiert worden.

Stattdessen durften Sam Groth und Hewitt in den entscheidenden Einzeln auf den Rasenplatz in Darwin. Gemeinsam hatten sie auch schon durch einen Sieg im Doppel gegen Andrej Golubjew und Nedowjessow auf 1:2 verkürzt. Groth sorgte mit einem 6:3, 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (8:6)-Erfolg gegen Kukuschkin für das 2:2, ehe Hewitt den umjubelten Schlusspunkt setzte und von seinen Mannschaftskollegen gefeiert wurde. «Ich habe einige meiner größten Siege und einige meiner härtesten Niederlagen im Davis Cup erlebt», sagte Hewitt.

Der US-Open-Champion von 2001 und Wimbledonsieger von 2002 wird im Januar 2016 nach den Australian Open in Melbourne zurücktreten. Im Halbfinale in September treffen die Australier auf Großbritannien mit Olympiasieger Andy Murray oder den Vorjahresfinalisten Frankreich.

Im zweiten Halbfinale stehen sich Belgien und Argentinien gegenüber. Belgien gewann sein Viertelfinale gegen Kanada, Argentinien setzte sich gegen Serbien - ohne Wimbledonsieger Novak Djokovic - durch.