Davutoglu bezeichnet Papst-Äußerung zu «Völkermord» als widersinnig

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat die Aussagen von Papst Franziskus zum «Völkermord» an den Armeniern scharf kritisiert. Sie seien «unglücklich gewählt, falsch und widersinnig» und beruhten auf einer fehlerhaften Interpretation der Geschichte, sagte Davutoglu in Istanbul. Papst Franziskus hatte die Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren in einer Messe als «ersten Völkermord im 20. Jahrhundert» bezeichnet. Die Türkei lehnt es als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs ab, von Genozid zu sprechen.