Dax-Anleger greifen nach hoffnungsvollen China-Daten zu

Der Dax hat am Mittwoch nach positiv aufgenommenen Konjunkturdaten aus China an seine Vortageserholung angeknüpft. Der deutsche Leitindex stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,08 Prozent auf 10 092,89 Punkte.

Für Rückenwind sorgten Hoffnungszeichen für die chinesische Wirtschaft: Der in den vergangenen Monaten schwache Außenhandel besserte sich zum Jahresende etwas. Der Zustand Chinas erscheine weniger besorgniserregend als befürchtet, sagte Markus Huber vom Wertpapierhändler City of London Markets. Es bleibe aber abzuwarten, ob diese jüngsten Daten allein ausreichten, um die Stimmung der Anleger nachhaltig aufzuhellen.

Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, rückte um 0,84 Prozent auf 19 793,51 Punkte vor und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,28 Prozent auf 1736,36 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um anderthalb Prozent an.

Auf Unternehmensseite ließen sich die Aktionäre von Volkswagen vom harschen Ton der kalifornischen Umweltbehörde in Sachen  Diesel-Rückruf nicht beunruhigen. Die Papiere verteuerten sich um 1,61 Prozent.

Die im vergangenen Jahr arg gebeutelten Papiere der Versorger RWE und Eon erholten sich mit Gewinnen von jeweils mehr als 6 Prozent ebenfalls weiter. Rückenwind lieferte einmal mehr ein Analystenkommentar. Die Experten der Schweizer Großbank UBS sprachen eine Kaufempfehlung für die Eon-Papiere aus.

Die zuletzt schwachen Aktien von Dialog Semiconductor haben am Mittwochnachmittag zum Befreiungsschlag angesetzt: Die Papiere des Apple-Zulieferers schossen um fast 13 Prozent nach oben.    Für Auftrieb sorgte die Hoffnung, dass die geplante Übernahme des US-Konzerns platzt. Börsianer und Analysten fürchten seit Monaten, dass der Kauf zu teuer werden könnte.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,45 Prozent am Vortag auf 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 140,07 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,18 Prozent auf 159,71 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0816 (Dienstag: 1,0836) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9246 (0,9229) Euro.