Dax-Anleger werden vor dem Wochenende vorsichtig

Die Investoren am deutschen Aktienmarkt brauchen auch zum Ende einer turbulenten Woche starke Nerven. Der Dax zollt seiner kräftigen Vortageserholung Tribut und fiel am Vormittag um 0,85 Prozent auf 10 228,42 Punkte.

Trotz des Kurseinbruchs am Montag liegt der deutsche Leitindex damit auf Wochensicht aber immer noch rund 1 Prozent vorn.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gab am Freitag um 0,52 Prozent auf 19 552,60 Punkte nach und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,39 Prozent auf 1686,60 Punkte. Mit Blick auf den europäischen Aktienmarkt fiel der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um mehr als ein halbes Prozent.

Angesichts der aktuell angespannten Börsenstimmung wollten zahlreiche Investoren über das Wochenende keine Risiken eingehen, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar in einem Marktkommentar. So hatte der Dax am Montag noch an eine sehr schwache Vorwoche angeknüpft und war in der Spitze um fast 8 Prozent auf das Niveau von Dezember 2014 gefallen. Grund des Kurzsturzes waren Sorgen um eine harte Landung der chinesischen die Wirtschaft und die Turbulenzen an Chinas Aktienmärkten.

Mittlerweile haben sich die Börsen Chinas aber gefangen und ein Stück weit erholt. Zur Entspannung an den Börsen der Welt trugen zudem überwiegend gute Wirtschaftsdaten aus den USA sowie eine verstärkte Hoffnung auf eine spätere Zinswende in den USA bei.

Die Aktien von K+S zählten mit einem Plus von 0,48 Prozent zu den wenigen Gewinnern im Dax. Analyst John Philipp Klein von der Privatbank Berenberg sieht in einer aktuellen Studie zwar eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme des Dünger- und Salzproduzenten durch den Wettbewerber Potash, hält eine Transaktion aber weiterhin für möglich.

Die Papiere des Industriekonzerns Siemens wurden Händlern zufolge von einer Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC gestützt. Sie fielen um vergleichsweise geringe 0,19 Prozent.