Dax berappelt sich dank guter Zeichen aus der US-Wirtschaft

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch nach guten US-Konjunkturdaten aus der Deckung getraut. Der Dax stand am Nachmittag 0,07 Prozent höher bei 10 134,95 Punkten.

Damit übersprang das Börsenbarometer auch die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten wieder, nachdem es am Vormittag noch bis auf rund 9850 Punkte gefallen war.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann zur Wochenmitte 0,61 Prozent auf 19 417,54 Punkte, und der TecDax rückte um 0,17 Prozent auf 1665,71 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dämmte seine Verluste auf zuletzt 0,03 Prozent ein.

In den USA waren die Aufträge für langlebige Güter im Juli überraschend gestiegen. Das verdeutliche, wie robust die US-Wirtschaft sei, sagte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba.

Die beeindruckende Kurserholung vom Dienstag müsse zunächst als «Bärenmarkt-Rally» beurteilt werden, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Unter einer sogenannten Bärenmarkt-Rally verstehen Börsianer eine zwischenzeitliche Kurserholung in einem Abwärtstrend.

Zudem ging es zur Wochenmitte an den Börsen Chinas trotz Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Notenbank weiter nach unten. Sorgen um eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft sind der Grund für die derzeit schlechte Grundstimmung an den Aktienmärkten der Welt.

Die Papiere des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung durch die britische Investmentbank HSBC an der Spitze des MDax um fast 5 Prozent.

Zu den besten Werten im Dax zählten die Aktien des Dünger- und Salzproduzenten K+S mit einem Plus von 1,26 Prozent. Tags zuvor hatten sie bereits deutlich von der Fantasie auf eine höhere Übernahmeofferte durch den Wettbewerber Potash profitiert.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,47 Prozent am Vortag auf 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann um 0,20 Prozent auf 139,35 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,14 Prozent auf 153,70 Punkte. Der Kurs des Euro fiel nach den US-Wirtschaftsdaten auf 1,1373 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1402 (Dienstag: 1,1506) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8691) Euro.