Dax berappelt sich nach schwacher Woche

Der zuletzt schwache Dax scheint die Chance auf einen versöhnlichen Wochenabschluss beim Schopf zu greifen.

Dax berappelt sich nach schwacher Woche
Fredrik Von Erichsen Dax berappelt sich nach schwacher Woche

Im frühen Freitagshandel gewann der deutsche Leitindex 0,77 Prozent auf 9604,29 Punkte. Sein Wochenminus schmolz damit auf rund 2 Prozent zusammen.

Gute deutsche Exportdaten hätten den europäischen Indizes auf die Sprünge geholfen, nachdem auch von den asiatischen Börsen kein weiteres Ungemach gekommen sei, erklärte Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets die Kurserholung.

Der Fokus bleibe aber auf die globalen Wachstumssorgen gerichtet. Allerdings zeigte sich diesbezüglich mit steigenden Ölpreisen etwas Entspannung. Der Preis für das schwarze Gold gilt als Indikator für die Einschätzung der Weltkonjunktur.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann am Freitagmorgen 0,69 Prozent auf 20 039,93 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,45 Prozent auf 1627,71 Punkte aufwärts. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,81 Prozent.

Der Euro blieb derweil deutlich unter der Marke von 1,14 US-Dollar. Auch die Gemeinschaftswährung war zuletzt immer wieder Zünglein an der Waage für die Richtung des Aktienmarktes, trübt doch eine hohe Gemeinschaftswährung die Exportaussichten deutscher Firmen.

Der deutsche Außenhandel hat sich im Februar aber von seiner robusten Seite gezeigt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die Ausfuhren 1,3 Prozent höher als im Januar. Das Ergebnis lag über den Erwartungen von Bankökonomen.

Für Erleichterung sorgte auch die Erholung der Bankaktien, die im bisherigen Wochenverlauf noch zu den größten Verlierern gezählt hatten. So hatten die Papiere des heimischen Branchenprimus Deutsche Bank mit einem Rückschlag um knapp 8 Prozent im widrigen Umfeld niedriger Zinsen, teurer Rechtsstreits und hausgemachter Probleme wieder auf ihr Rekordtief aus dem Februar zugesteuert. Am Freitagmorgen setzten sie sich um 2 Prozent nach oben ab.

Ebenfalls gefragt waren Commerzbank-Aktien, die nach minus 4 Prozent im Wochenverlauf kräftig aufholten. Ausgerechnet die Deutsche-Bank-Experten haben die Papiere des Wettbewerbers wegen der «verkannten Ertragsstory» auf ihre Empfehlungsliste deutscher Aktien gesetzt.

Analystenlob lenkte zudem die Aufmerksamkeit auf die Papiere von Axel Springer, die den MDax mit plus 6 Prozent anführten. Erstmals seit acht Jahren sprachen die Experten der US-Investmentbank JPMorgan wieder eine Empfehlung für die Anteile des Medienkonzerns aus.