Dax überwindet wieder 8700-Punkte-Marke

Erneut haben Fortschritte im US-Haushaltspoker den deutschen Aktienmarkt angetrieben. Bis zum Freitagnachmittag gewann der Dax 0,31 Prozent auf 8713 Punkte, nachdem er tags zuvor bereits um rund zwei Punkte gestiegen war.

Nun ist der deutsche Leitindex nur noch rund 57 Punkte vom höchsten Stand in seiner 25-jährigen Geschichte entfernt, den er am 19. September erreicht hatte. Im Wochenverlauf stieg der Dax bislang um knapp ein Prozent.

Der MDax legte um 0,24 Prozent auf 15 207 Punkte zu, und der TecDax stieg um 0,23 Prozent auf 1088 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich dagegen mit 0,11 Prozent leicht im Minus bei 2966 Punkten.

Die rechtzeitig erwartete Einigung zwischen Demokraten und Republikanern, ein ordentlicher Start in die US-Quartalssaison und vor allem die Gewissheit über eine weiter expansive Geldpolitik unter der künftigen US-Notenbankchefin Janet Yellen trieben den Dax aktuell in Richtung eines neuen Rekordhochs, sagte Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research.

Noch sechs Tage haben die zwei zerstrittenen Parteien in den Vereinigten Staaten Zeit, um sich auf eine zumindest kurzfristige Anhebung der Schuldengrenze zu einigen. Ansonsten droht der Zahlungsausfall.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt legten die Papiere der Deutschen Bank um 1,24 Prozent zu. Die US-Bank JPMorgan meldete zwar wegen Rechtsstreitigkeiten rote Zahlen für das dritte Quartal, doch auf bereinigter Basis sei das Aktienergebnis besser als erwartet ausgefallen, sagten Börsianer.

Gegen den Trend am deutschen Markt büßten die Aktien der Versorger kräftig ein. So verloren Eon-Titel 4,28 Prozent und RWE-Papiere sanken um 3,23 Prozent. Sie hatten allerdings in den vorangegangenen Tagen spürbar zugelegt. An der Dax-Spitze stiegen dagegen die Papiere von Fresenius um 2 Prozent.

Am Rentenmarkt erhöhte sich die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,51 Prozent am Vortag auf 1,53 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 133,28 Punkte. Der Bund Future legte um 0,05 Prozent auf 139,76 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3566 (Donnerstag: 1,3532) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7371 (0,7390) Euro.