Dax beschließt Woche kaum verändert

Der Dax hat sich am Freitag kaum verändert aus der Handelswoche verabschiedet. Er setzte damit seine Konsolidierung nach den Rekordhochs der vergangenen Woche fort und schloss mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 8661,51 Punkten.

Die seit Tagen sichtbare Seitwärtsbewegung des Leitindex dokumentiert die Wochenbilanz: Im Vergleich zum Schlusskurs vom vergangenen Freitag, verlor der Dax lediglich 0,16 Prozent. Die breiter gefassten Indizes bestätigten am Freitag ihre jüngste Aufwärtsbewegung: Der MDax gewann 0,24 Prozent auf 15 077,81 Punkte und der TecDax stieg um 0,75 Prozent auf 1087,69 Punkte.

Als Unsicherheiten gelten der US-Etatstreit sowie die schwierige Regierungsbildung in Deutschland, wie Marktexperte Gregor Kuhn vom Broker IG sagte. Zudem belastete die politisch unsichere Lage in Italien, die für schwach ausgefallene Anleiheauktionen und damit für höhere Zinsen in dem Land gesorgt hatte. Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten zeichneten ebenfalls kein positives Bild: In der Eurozone war der Geschäftsklimaindex im September unerwartet wenig gestiegen. In den USA war der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan niedriger als erwartet ausgefallen.

Unter den Einzelwerten profitierten Post-Aktien von einem positiven Analystenkommentar und stiegen um 2,28 Prozent an die Dax-Spitze. Conti-Titel folgten mit einem Aufschlag von gut zwei Prozent. Adidas-Aktien zogen im Kielwasser überraschend guter Zahlen vom US-Erzrivalen Nike um knapp ein Prozent an. Nach einer Analysten-Abstufung rutschten die Papiere von HeidelbergCement als drittschwächster Dax-Wert um 1,86 Prozent ab. Größter Verlierer waren die Titel von K+S mit minus 3,57 Prozent. Die Aktien werden weiterhin vom schwachen Kalidünger-Markt belastet.

Im MDax verloren die Papiere von Hugo Boss nach einer Analysten-Abstufung 0,92 Prozent. Bester Wert in dem Index waren Norma-Titel mit einem Plus von 2,89 Prozent. Im TecDax schnellten Nordex-Titel um 4,28 Prozent nach oben. Der Windkraftanlagenbauer liefert 18 Großturbinen für einen Windpark der Essener Steag in Brandenburg, was die Aktie mit dem höchsten Stand seit Januar 2010 quittierte.

Die anderen wichtigen Börsen in Europa präsentierten sich uneinheitlich. Der EuroStoxx 50 schloss 0,12 Prozent tiefer bei 2919,34 Punkten. Der Leitindex in Paris endete unverändert, während jener in London um 0,81 Prozent zurückfiel. In den USA lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende rund ein halbes Prozent unter dem Vortagesschluss.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,44 Prozent (Donnerstag: 1,46 Prozent). Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 133,44 Punkte. Der Bund-Future mit Laufzeit Dezember gewann 0,46 Prozent auf 140,46 Punkte. Der Euro stieg etwas. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3537 (1,3499) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7387 (0,7408) Euro.