Dax bleibt angeschlagen: Gewinn zum Handelsende klar reduziert

Der Dax hat am Montag seinen zunächst eingeschlagenen Erholungspfad in der letzten Handelsstunde verlassen und seine Gewinne zum Sitzungsende deutlich reduziert. Mit einem Plus von 0,15 Prozent auf 9209,51 Punkte ging der Leitindex schließlich über die Ziellinie.

Gleich zur Handelseröffnung hatte er mit einem Sprung bis auf 9343 Punkte zunächst auf starke US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, an dem an der Frankfurter Börse wegen des Feiertags nicht gehandelt wurde, reagiert. Inzwischen gewichten Marktteilnehmer aber offenbar schwache Konjunkturdaten aus Deutschland wieder stärker. Für den MDax ging es am Montag um 1,22 Prozent auf 15 757,11 Punkte nach oben. Der TecDax zog um 0,97 Prozent auf 1226,25 Punkte an.

Die Industrie hierzulande hatte im August nach einem starken Vormonat einen unerwartet heftigen Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Die Sorgen der Investoren nähmen daher zu - sollten die am Dienstag anstehenden weiteren Daten aus Deutschland ebenfalls schwach ausfallen, werde dies den Markt zusätzlich unter Druck setzen, sagte Jasper Lawler, Marktanalyst bei CMC Markets. Händler Markus Huber von Peregrine & Black sieht den Dax nach wie vor angeschlagen. Dies führe dazu, dass viele darauf spekulierten, in ein paar Tagen Aktien noch billiger kaufen zu können.

Unter den Einzelwerten kletterten die Titel der Lufthansa an der Dax-Spitze um 2,07 Prozent. Positive Nachrichten kamen von einem Branchenkollegen: Der britische Billigflieger Easyjet rechnet mit einem Gewinnsprung von mindestens einem Fünftel, woraufhin dessen Papiere bereits am Freitag um mehr als 6 Prozent in die Höhe geschnellt waren. Die Anteilsscheine von Siemens fielen als zweitschwächster Wert um 1,59 Prozent. Der Industriekonzern rechnet kurzfristig nicht mit Verbesserungen im Kraftwerksgeschäft.

Im MDax hievte ein positiver Analystenkommentar die Titel des Verbindungstechnik-Unternehmens Norma mit plus 4,59 Prozent auf den ersten Platz. Dagegen landeten die Aktien des Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori Seiki mit minus 7,26 Prozent am MDax-Ende. Ganz oben im TecDax verteuerten sich die Titel von Nemetschek um 3,18 Prozent. Das auf Bau-Software spezialisierte Unternehmen will für 100 Millionen US-Dollar die kalifornische Software-Firma Bluebeam übernehmen.

Der EuroStoxx 50 gewann 0,17 Prozent auf 3138,67 Punkte. Auch beim Cac-40-Index in Paris und beim FTSE-100-Index in London gab es moderate Kursaufschläge. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ebenfalls leicht im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,73 Prozent am Donnerstag auf 0,74 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 137,78 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,13 Prozent auf 150,14 Punkte vor. Der Kurs des Euro erholte sich zuletzt etwas und stieg über den von der EZB am Nachmittag festgesetzten Referenzkurs von 1,2565 (Freitag: 1,2616) Dollar. Der Dollar kostete damit 0,7958 (0,7917) Euro.