Dax bleibt vor US-Arbeitsmarktbericht leicht im Minus

Vor dem mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktbericht aus den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag keine großen Sprünge gemacht. Der Dax stand am Mittag 0,23 Prozent tiefer bei 10 863,06 Punkte.

Der Job-Bericht sei wichtig für die Zinserwartungen in den USA und entsprechend hielten sich die meisten Anleger weiter zurück, sagte Experte Markus Huber vom Londoner Investmenthaus Peregrine & Black.

Zuletzt sind die Erwartungen wieder gestiegen, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr erstmals seit der Finanzkrise wieder von ihrer Nullzinspolitik abrückt. Die Nachrichtenflut aus der Berichtssaison ebbte vor dem Wochenende ab.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 0,24 Prozent auf 21 119,78 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg dagegen um 0,43 Prozent auf 1818,53 Punkte. Angetrieben durch eine Kaufempfehlung von Merrill Lynch halfen die Aktien des Schwergewichts Dialog Semiconductor dem Auswahlindex mit einem plus von 3,50 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag ein halbes Prozent an Wert.

Allianz-Aktien rutschten nach der Vorlage der Quartalsbilanz von Europas größtem Versicherer mit minus 2,42 Prozent ans Dax-Ende. Ein Händler ordnete die Ergebnisse im dritten Quartal als schlechter als am Markt erwartet ein. Der bestätigte Ausblick reiche nicht, um die Papiere weiter anzutreiben. Die Papiere hatten sich seit Anfang Oktober bereits kräftig erholt - in der Spitze um fast 18 Prozent.

Die Papiere der Lufthansa kletterten dagegen mit plus 2,85 Prozent an die Dax-Spitze. Sie trotzten einer Streikankündigung. Einem Händler beflügeln positiven Aussagen des Konkurrenten IAG. Die British-Airways-Mutter will in den kommenden Jahren beim Gewinn höher hinaus als bislang gedacht. Zudem dürften die finanziellen Belastungen durch den Streik des Kabinenpersonals relativ begrenzt bleiben, meinte Commerzbank-Analyst Johannes Braun.

Neu an der Börse sind die Aktien der Reederei Hapag-Lloyd. Der erste Kurs wurde bei 20,05 Euro nur knapp über dem Ausgabekurs von 20 Euro festgestellt. Nun kostet das Papier 20,10 Euro.