Dax bleibt vor US-Jobdaten auf Erholungskurs

Die Lage am deutschen Aktienmarkt beruhigt sich weiter. Der Dax knüpfte am Freitagvormittag mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 9469,44 Punkte an seine moderate Vortageserholung an.

Dax bleibt vor US-Jobdaten auf Erholungskurs
Fredrik Von Erichsen Dax bleibt vor US-Jobdaten auf Erholungskurs

Auf Wochensicht beläuft sich das Minus des deutschen Leitindexes damit aber immer noch auf etwas mehr als 3 Prozent, nachdem jüngst die Ungewissheit um die Folgen der Brexit-Entscheidung der Briten wieder hochgekocht war.

Nach Einschätzung des Analysten Christian Schmidt von der Landesbank Helaba bleibt der Aktienmarkt denn auch angeschlagen. Temporäre Erholungen sollten nicht darüber hinwegtäuschen.

Der MDax als Index der mittelgroßen Werte rückte am Freitag um 0,12 Prozent auf 19 428,20 Punkte vor, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,56 Prozent auf 1591,00 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg moderat.

Neben den Unsicherheiten wegen möglicher Brexit-Folgen richten sich die Blicke der Anleger auf den am frühen Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Doch wegen des anstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union dürften selbst gute Jobdaten der US-Notenbank Fed kaum Rückenwind verleihen, ihre Zinserhöhungspläne bald in die Tat umzusetzen, sagte Analyst Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets. Sollten die Arbeitsmarktzahlen aber erneut schwach ausfallen, könnte sich eine Zinserhöhung noch weiter in die Zukunft verschieben.

Die Aktien der Autobauer Daimler, BMW und Volkswagen (VW) verteuerten sich um rund 1 bis 2 Prozent. Händler verwiesen auf gute Nachrichten aus China. Dort beschleunigte sich das Wachstum des Automarkts dank Steuererleichterungen und einer immens hohen Nachfrage nach City-Geländewagen (SUVs) weiter.

Gefragt waren zudem die Papiere des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 nach einer Kaufempfehlung der französischen Großbank Société Génerale. Sie gewannen 1,51 Prozent. Im TecDax profitierten die Aktien des Mobilfunkanbieters Freenet mit einem Plus von rund 3 Prozent ebenfalls von einem Analystenkommentar.