Dax bricht Erholungsversuch am «Hexensabbat» ab

Nach seinem kräftigen Rücksetzer am Vortag hat der Dax am «Hexensabbat» weiter nachgegeben.

Am Tag des großen Verfalls an den Terminmärkten kam es in einem ansonsten eher nachrichtenarmen Umfeld für die an diesem Termin häufig zu beobachtenden Kursausschläge.

Nach einer Erholung bis auf rund 7987 Punkte gab der deutsche Leitindex am frühen Nachmittag um 0,24 Prozent auf 7909 Punkte nach.

Für den MDax ging es um 0,01 Prozent auf 13 774 Punkte nach unten, und der TecDax fiel um 0,43 Prozent auf 930 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand zuletzt 0,22 Prozent tiefer bei 2580 Punkten.

Neben der künftigen Geldpolitik der US-Notenbank Fed bleibt China nach dem jüngsten Aufruhr am dortigen Finanzmarkt ein wichtiges Thema an den Börsen.

Verwirrung herrschte über Gerüchte, die chinesische Zentralbank gebe ihren Großbanken doch wieder neue Kapitalspritzen. Ob die Währungshüter wirklich eingelenkt haben, blieb unklar.

Software-Titel litten unter den Resultaten ihrer US-Wettbewerber. Die SAP-Aktien fielen um 1,85 Prozent, nachdem sich gezeigt hatte, dass Oracle es derzeit nicht schafft, das Geschäft wieder in Schwung zu bringen. Die Papiere der Software AG verbilligten sich um 0,84 Prozent.

Konkurrent Tibco hatte zuvor die Markterwartungen verfehlt. Die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar um 2,20 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Vortag auf 1,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 133,22 Punkte.

Der Bund Future fiel um 0,26 Prozent auf 141,80 Punkte. Der Eurokurs gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3180 (Donnerstag: 1,3200) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7587 (0,7576) Euro.