Dax bröckelt nach US-Jobdaten weiter ab

Etwas enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Dax zusätzlich unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex weitete seine Verluste am frühen Nachmittag aus und fiel um 0,88 Prozent auf 9765,56 Punkte.

Dax bröckelt nach US-Jobdaten weiter ab
Fredrik Von Erichsen Dax bröckelt nach US-Jobdaten weiter ab

Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte 0,75 Prozent auf 19 908,44 Zähler ein und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,32 Prozent auf 1596,69 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte um mehr als 1 Prozent ab.

Auf Sicht von gut zwei Wochen liegt der Dax nun bereits mehr als 6 Prozent im Minus, nachdem zuletzt wieder verstärkt Konjunktursorgen das Stimmungsbild geprägt hatten. In den USA wurden nun im April weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten insgesamt nach unten korrigiert.

Die Arbeitsmarktdaten seien insgesamt durchwachsen ausgefallen und böten Stoff für Pessimisten wie Optimisten, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Der Stellenaufbau habe zunächst für Enttäuschung gesorgt. Die Entwicklung der Stundenlöhne stimme allerdings durchaus zuversichtlich.

Spitzenreiter im Dax waren die Aktien des Sportwarenherstellers Adidas mit einem Plus von knapp einem Prozent. Die Papiere der Deutschen Bank schwächelten hingegen abermals: Sie verbilligten sich um rund 2 Prozent.

Bei den Aktionären von Evonik kam die angekündigte Übernahme des Spezialadditiv-Geschäfts des US-Konkurrenten Air Products and Chemicals gut an. Die Aktien gewannen 1,75 Prozent.

Für die Anteilsscheine der Stahlkonzerne Thyssenkrupp und Salzgitter ging es hingegen um 1,33 Prozent beziehungsweise 0,92 Prozent nach unten. Händler verwiesen auf durchwachsene Quartalszahlen des weltgrößten Stahlherstellers ArcelorMittal.

Der Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum konnte mit seinen jüngsten Geschäftszahlen bei den Investoren letztlich nicht punkten. Die Papiere drehten nach einem freundlichen Auftakt ins Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere sei von 0,11 Prozent am Vortag auf 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,25 Prozent auf 142,37 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,15 Prozent auf 163,59 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1427 (Donnerstag: 1,1439) US-Dollar fest.