Dax dämmt Anfangsverluste deutlich ein

Der Dax hat am Donnerstag seine anfänglichen Verluste deutlich eingedämmt. Die Sorgen um eine näher rückende geldpolitische Wende in den USA hält Analyst Robert Halver von der Baader Bank für übertrieben.

Entscheidend sei die Festlegung der US-Notenbank Fed auf noch lange rekordniedrige Zinsen. Von verhalten ausgefallenen europäischen Einkaufsmanager-Indizes kamen keine klaren Impulse. Auch die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten bewegten kaum.

Der deutsche Leitindex notierte zuletzt 0,16 Prozent tiefer bei 9187 Punkten. Seit den Rekordständen zum Wochenstart hat der Dax auf der Stelle getreten. Der MDax gab um 0,57 Prozent auf 16 099 Punkte nach und der TecDax verlor 0,44 Prozent auf 1134 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Minus von 0,14 Prozent auf 3043 Punkte zu Buche.

Bei den Einzelwerten stand erneut ThyssenKrupp im Fokus. Die Aktien büßten als Dax-Schlusslicht 2,52 Prozent ein, nachdem das «Handelsblatt» berichtet hatte, der Industrie- und Stahlkonzern werde sein Stahlwerk in Brasilien in zwei bis drei Jahren erneut zum Verkauf stellen. Bereits am Vortag hatte die Enttäuschung über den vorläufig gescheiterten Verkauf die anfängliche Freude über eine wohl baldige Lösung für das Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama überlagert.

Für die Commerzbank-Titel ging es hingegen um 2,45 Prozent hoch. Angesichts der lockeren Geldpolitik sieht das Institut laut «Manager Magazin» die Hoffnung auf eine schnelle Abwicklung ihrer Risikopapiere und Problemkredite.

Die Aktien der Lufthansa zogen dank eines Berichts, wonach Union und SPD die Luftverkehrssteuer auf Flugtickets abschaffen wollen, um 1,00 Prozent an. Am MDax-Ende sackten die Südzucker-Titel um 9,44 Prozent ab, nachdem der Zuckerkonzern seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 gesenkt hatte.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 133,90 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,14 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3472 (Dienstag: 1,3527) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7423 (0,7393) Euro.