Dax erholt sich

Nach der schwachen Wochenmitte hat sich der deutsche Aktienmarkt wieder etwas erholt. Der Dax verbesserte sich im frühen Handel um 0,61 Prozent auf 9267,45 Punkte.

Tags zuvor hatte der deutsche Leitindex seine bisherige November-Bilanz deutlich eingetrübt.

Der Dax erhielt nun Unterstützung aus Übersee: Vor allem die Kursgewinne in Tokio könnten auf die europäischen Börsen herüber schwappen, hatte IG-Marktstratege Chris Weston vor Handelseröffnung gesagt.

Nachdem am Mittwoch bereits einige Unternehmen mit ihren Quartalsberichten enttäuscht hatten, war die Reaktion auf die Ergebnisse weiterer Dax-Konzerne erneut durchwachsen: Die Papiere des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S gewannen nach guten Zahlen und einer Prognoseerhöhung kräftig. Für die Papiere des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck und des Energiekonzerns RWE ging es dagegen abwärts.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann derweil 0,73 Prozent auf 16 275,85 Punke und der TecDax der Technologiewerte 0,85 Prozent auf 1281,12 Punkte.

Vor allem K+S zog mit einem Kurssprung um zeitweise 6 Prozent die Aufmerksamkeit auf sich. «Mit guten Zahlen wurde zwar schon gerechnet, aber nun haben sie auch noch die Prognose erhöht», sagte ein Händler. Zuletzt lag das Papier noch 2,5 Prozent im Plus.

Ein höheres Umsatzziel von Merck erwies sich indes nicht als süße Medizin. Einem Händler zufolge kam die Aufstockung nämlich nicht sonderlich überraschend. Stattdessen gab es beim Quartalsgewinn eine Enttäuschung. Die Aktie rutschte um fast 2,5 Prozent ab.

RWE-Aktien weiteten ihre Vortagesverluste von 3,5 Prozent, als der Rivale Eon einen hohen Quartalsverlust verkündet hatte, um ein weiteres Prozent aus. RWE als zweitgrößter deutscher Versorger setzte zwar seine geschäftliche Talfahrt fort, die Prognose blieb jedoch bestehen.

Im MDax rutschten Talanx-Papiere ebenfalls nach Geschäftszahlen um 4 Prozent ab. Sowohl die Resultate als auch der Unternehmensausblick des Versicherers für 2015 enttäuschten auf den ersten Blick, kommentierte Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank.