Dax erholt sich - «Lieber Ende mit Schrecken» bei Griechen

Den Anlegern am Aktienmarkt wächst im griechischen Schuldenstreit allmählich ein dickeres Fell.

Der Dax litt nur anfangs massiv darunter, dass die Athener Regierung zum zweiten Mal binnen Tagen Gespräche über den Umgang mit ihren Milliardenschulden hatte platzen lassen. Bis zum Nachmittag machten die Kurse den Großteil ihrer Verluste wieder wett und der Dax stand noch 0,35 Prozent im Minus bei 10 885,23 Punkten.

Die tatsächliche Reaktion auf einen «Grexit» - also ein Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone - sei trotz der bisherigen Gelassenheit am Markt schwer einzuschätzen, erklärte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. «Allerdings wäre den Börsen wohl auch in diesem Fall ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende.»

Nicht nur der Dax konnte sein Minus deutlich eindämmen: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verzeichnete zuletzt noch Verluste von 0,32 Prozent auf 19 220,50 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,37 Prozent tiefer bei 1517,43 Punkten stand. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 machte seine Abschläge fast vollständig wett.